1. Konzept

Sowohl in Israel als auch in Deutschland ist die Vergangenheit des 2. Weltkriegs, der Shoah tagtäglich präsent. In Medien und Politik wird die Vergangenheit vielfach herangezogen, zur Abschreckung, um Vergleiche drastischer zu gestalten, um Aufmerksamkeit zu erlangen etc.

Wie auch immer mensch inhaltlich dazu steht, Fakt ist:

Die Vergangenheit ist präsent!

Unser Geschichtsbild beeinflusst zutiefst unsere Weltsicht, unsere Wertvorstellungen und unser kollektives Selbstbild.

  • Wer sind wir als Deutsche heute?
  • Wie beeinflusst uns Geschichte und Erinnerungskultur kollektiv?
  • Wo werden wir persönlich berührt von der Vergangenheit?
  • Haben wir als Gesellschaft Verpflichtungen für den Umgang mit diesem Erbe?

Die Begegnung mit Israelis – symbolisch gesprochen mit Vertreter*innen der „anderen Seite der Geschichte“ – ermöglicht es uns, unsere eigene Gewordenheit sichtbar zu machen, scheinbare Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und einen klareren Blick auf das „Eigene“ zu erlangen. Wenn wir uns selbst erlauben, sichtbar zu werden, uns mitzuteilen, und selbst dem „Anderen“ rückhaltlos zuhören können, wird wirkliche Begegnung möglich.

2. Erste Schritte

Eine erste Gruppe von Israelis und Deutschen (max. 15 Teilnehmer*innen) treffen sich für 5 Tage, angeleitet und begleitet von Hanoch Katsir und Bettina Ritter

Ort und Zeit: 23.-27.Oktober 2019 in Berlin

Inhalt: Seminareinheiten innerhalb der deutsch-israelischen Gruppe sowie Besuche von Orten und Treffen mit Expert*innen.

Ziele dieses ersten Treffens:

  • Vertieftes Kennenlernen der Beteiligten
  • Begegnung mit Expert*innen, mit Menschen, die aus verschiedenen Perspektiven auf die Themen NS-Vergangenheit, Trauma, Gegenwart und Identität schauen.
  • Ideen-Entwicklung: Wie kann unser binationaler Ansatz weitergeführt werden? (u.a. abhängig von dem Hintergrund und den Ressourcen der Teilnehmer*innen)

Kontakt und Interessebekundung für Menschen in Israel: hkatsir@gmail.com und in Deutschland israel@iak-net.de

 

Wie wir wurden wer wir sind – Oder: Warum wir uns selbst besser sehen können im Spiegel des Anderen

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