Der IAK

Der Internationale Arbeitskreis e.V. (IAK) bietet politische Bildung in Form von Reisen und Austauschprogrammen an. Unsere Arbeit teilt sich dabei in zwei Bereiche: Reisen für Menschen aus Deutschland in andere Länder und Programme für Gruppen aus anderen Ländern in Deutschland.

Unsere Angebote beschäftigen sich mit Themen wie Jugendarbeit, gesellschaftliche Teilhabe, Migration, der Auseinandersetzung mit Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und den damit verbundenen gesellschaftlichen Ideologien, Konflikten und Geschichtsdiskursen. Eine zentrale Rolle spielen dabei immer die zivilgesellschaftlichen Akteur_innen, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und versuchen, ihre Gesellschaft hin zu mehr persönlicher Freiheit und Gleichberechtigung und weniger Diskriminierung, Benachteiligung und Ungleichheit zu verändern und ihre Gesellschaft, Geschlechterverhältnisse und –normen kritisch zu hinterfragen.

In die Welt

Zu den Kernkompetenzen des IAK gehört es, dass wir Menschen und Gruppen, die sich in ihrem Kontext mit bestimmten Themen, Ländern oder Regionen beschäftigen, dabei unterstützen, inhaltlich, organisatorisch und didaktisch ausgezeichnete Bildungsreisen zu organisieren. Die Mitglieder des IAK bringen hierbei ihre vielfältigen Erfahrungen in allen Aspekten einer solchen Reise ein, damit diese für Organisator_innen und Teilnehmende ein voller Erfolg wird. Unsere Reisen unterscheiden sich dabei klar von klassischen Bildungsreisen: Wir treffen uns mit Aktiven aus sozialen Bewegungen und professionellen Menschenrechtler_innen, Journalist_innen oder Wissenschaftler_innen. Wir setzen die aktive Mitwirkung unserer Teilnehmenden voraus und schaffen so die Möglichkeit zu intensiver gemeinsamer Auseinandersetzung mit dem Thema. Bei unseren Reisen in andere Teile der Welt arbeiten wir ehrenamtlich, und unser Ziel ist neben den ganz konkreten Fragestellungen jeder Reise, bei uns selbst und unseren Mitfahrer_innen sicher geglaubte Einsichten ins Wanken zu bringen und das Weltbild ein wenig durchzuschütteln. Nach einer Reise haben wir mehr Fragen als davor.

Anstelle eines ethnisierten Kulturbegriffs suchen wir die Vielfalt von Lebensformen, Werten und Interessen einer Gesellschaft. „Nationalkultur“, Tradition und Folklore gehören bei unserer Arbeit zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzung. Statt vorgeblich traditionelle Lebensweisen oder Folkloredarbietungen schön und exotisch zu finden, fragen wir uns nach den zugrundeliegenden sozioökonomischen Verhältnissen, gesellschaftlichen Konflikten, Nationaldiskursen und Herrschaftsmechanismen.

Beim IAK zu Gast

Unsere langjährigen Erfahrungen, unsere oftmals engen Kontakte zu Partnerorganisationen in aller Welt und unsere guten Kontakte hier vor Ort nutzen wir für die zweite Säule unserer Arbeit: Programme für Gruppen aus unseren Partnerländern in Deutschland. In diesem Bereich arbeitet der IAK als NGO, die je nach Bedarf mit unseren Partnergruppen ein anspruchsvolles Programm vor allem im Themenbereich Jugendpolitik in Deutschland organisiert. Auch hier arbeiten wir mit einer Mischung aus Expert_innengesprächen, Seminar- und Trainingsblöcken, Exkursionen und Begegnungen, doch sind solche Reisen für uns und unsere Gäste in den meisten Fällen kein Urlaub, sondern Teil ihrer Arbeit. Unsere Projektteams stellen wir so zusammen, dass wir Fachkompetenz im Themenbereich des jeweiligen Programms und Regionalkenntnisse der Partnerregion optimal kombinieren.

Die Reisen

Die Teilnehmenden wollen in den Partnerländern hinter die Kulissen schauen. Sie erwarten keine durchorganisierte Bildungsreise mit Reiseleiter_in und Bus, sondern wollen sich das Thema der und die Welt ihrer Gesprächspartner_innen aktiv erschließen. Viele unserer Mitreisenden sind Multiplikator_innen oder in der Jugendarbeit aktiv. Unsere Gruppen bestehen meist aus ca. zehn Teilnehmenden. Zu unserem Programm gehört auch die gemeinsame Vor- und Nachbereitung von Gesprächen und die Diskussion des Erlebten, denn wir sind überzeugt, dass man nur in der gemeinsamen Auseinandersetzung etwas lernt. Ein Vorbereitungsseminar gehört zu jeder Reise, um die gemeinsame, intensive Zeit inhaltlich und organisatorisch gemeinsam vorzubereiten und sich kennenzulernen. Die meisten Reisen führen dazu, dass einige der Mitreisenden das Erlebte weiterreichen und etwa eine Abendveranstaltungen oder Diavorträge organisieren. Je nach Interesse und Zeitbudget der Gruppe produzieren wir auch Reiseblogs, Radiosendungen oder Artikel.

Unsere Reisen sind spannend und machen Spaß, doch als Erholungsurlaub eignen sie sich nur bedingt. Das Programm ist meist recht anstrengend – oft zwei Gesprächstermine pro Tag und die dazugehörigen Diskussionen in der Gruppe. Wir ermöglichen unseren Mitreisenden, auf Wunsch ein paar Tage dranzuhängen. Auch wenn Sehenswürdigkeiten nicht richtig zu unserem Programm gehören, so machen wir natürlich auch keinen Bogen um sie. Auch ein Tag am Strand, in den Bergen o.ä. ist immer mit dabei. Unsere Veranstaltungen lassen sich bei Bedarf in der Regel in vielen Bundesländern als Bildungsurlaub anerkennen.

Unsere Regionen und Kernkompetenzen

Die Mitglieder des IAK interessieren sich jeweils für unterschiedliche Länder und Regionen. Thematisch sind sie auf verschiedene Bereiche spezialisiert, von Jugendarbeit über Migrationspolitik und Konfliktbearbeitung bis hin zur Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus, um ein paar Beispiele zu nennen. Die besondere Kompetenz des IAK als Organisation ist es jedoch, Regionalexpert_innen bei der Organisation von anspruchsvollen politischen Bildungsreiseangeboten zu unterstützen. Den Schwerpunkt unserer Arbeit in den letzten Jahren bilden das postsowjetische Zentralasien, Lateinamerika, Israel, Namibia, Indonesien, Osteuropa und der Balkan. Doch wir sind auch für Anfragen zu Ländern offen, die wir noch gar nicht in unserem Programm hatten.

Unsere Partner

Ein Teil unserer Angebote wird von Partnern finanziell unterstützt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert einen Teil unserer Programme für Fachkräfte der Jugendarbeit. Einzelne Veranstaltungen werden von verschiedenen Stiftungen kofinanziert. Unsere Programme in Deutschland finden in Kooperation mit oder Unterstützung von Partnern wie UNDP, OSZE, UNICEF, der Soros Foundation/Open Society Institute und anderen Stiftungen und Organisationen statt. Die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Internationale Akademie an der FU Berlin stellen uns Räume für unsere Seminare zur Verfügung. In den Blättern des IZ3W führen unsere Reisen gelegentlich zu Beiträgen wie den Schwerpunkten zu Zentralasien und Namibia.

Internationaler Arbeitskreis e.V.
Postfach 30 23 43
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